Tracklist:
1. The Well Of Illusion
2. Sweet Secrets Of Miss Byrth
3. Lying In Ashes
4. Dancing With Neon Angels
5. Ilfirin Nyáre (Avanyárima...)
+ The Lia Experiment

Review von:
Andre

online seit:
06.09.2006

 

White Lilium - Up To Velvety Clouds

Wenn der Postmann dreimal klingelt, gibt es meistens etwas besonderes. In diesem Fall trifft dies wiedermal zu. Denn wann bekommt man schonmal eine Eigenproduktion einer jungen Band zugeschickt? Im Rausch der vielen aufwendig produzierten Scheiben vergisst man schnell, dass die Wurzeln jeder Band in Proberaumaufnahmen liegen.
White Lilium, gegründet 2005, haben dieses Jahr ihre erste EP „Up To Velvety Clouds“ selfmade eingespielt und wie ich offen sagen muss, mit Erfolg. Der meiner Meinung nach schönste (aber nicht beste) Song ist „Dancing With Neon Angels“. Mit sanften Gitarren kann man zu dem hypnotisch wirkenden Gesang schnell in eine andere Welt schweben und die Zeit vergessen. Wirklich sehr schön anzuhören. Ein passender Übergang im Folgesong „Ilfirin Nyáre“ bildet einen schönen Ausklang, wenn da nicht noch der Bonustrack „The Lia Experiment“ wäre. Geschwindigkeitswechsel, harter Gesang und düstere, schleppende Gitarren zeigen das wahre Gesicht von White Lilium. Ein abruptes Ende lässt mich direkt nochmals auf Play drücken und schon knallt mir „The Well Of Illusion“ um die Ohren. Ein relativ schnell startender und abwechslungsreicher Song, welcher sich zu meinem Favorit entwickelt hat. Live wird da mit Sicherheit ne geile Party abgehen. Zu „Sweet Secrets Of Miss Byrth“ bleibt mir nicht mehr viel zu sagen, ausser dass ich den Klang vom Bass sonst nur von Korn kenne, was aber nicht negativ zu deuten ist.
Wie man am Titel schon erahnen kann, geht „Lying in Ashes“ voll in die Fresse. Dezent eingebaute Geschwindigkeitseinbrüche lassen den von einer Spieluhr begleiteten träumerischen Gesang auf sich wirken. Doch zum Träumen bleibt nicht viel Zeit, denn schon wird das Tempo wieder angezogen. Langeweile ist ein Wort, dass White Lilium nicht zu kennen scheinen.
Alles in allem eine echt gelungene Produktion. Auch das schlichte Cover kann sich sehen lassen. Hier und da ein kleines Rauschen, mal etwas unsauber gespielte Parts aber wirklich nicht der Rede wert. Wenn das einmal im Studio eingespielt wurde, sollte dem Erfolg nichts mehr im Wege stehen! Alles Gute und Rock On!!!

Hier gibts die Review als PDF!