Tracklist:
1) Winds of Vale
2) To New Shores Of Sadness
3) The Yearning Remains
+ Bonus-Tracks

Review von:
Fylgja

online seit:
12.05.2007

 

Orden Ogan - Winds Of Vale (Single)

(VÖ 23.02.2007)
 

Mit „testimonium a.d.“ hatten die Jungs von Orden Ogan 2004 einen guten Streich gelandet und die Punktevergabe bei diversen Musikmagazinen und Fanzines sprachen für sich. Nun sind Seeb, Nils, Ghnu und Tobi wieder fleißig und die ersten Eindrücke ihres kommenden Albums “Vale” wehen auf der Single “Winds Of Vale” durch die Lande.

 

Sehr druckvoll und pompös beginnt die Single mit dem gleichnahmigen Stück und schon lassen die Musiker hören, dass sie schon länger im Geschäft sind. Auch das zweite Schätzlein „To New Shores Of Sadness“ ist, ebenso wie der Opener, mit seinen rasanten Synthesizerklängen und powervollen Rhytmen ein musikalischer „Hingucker“.

Und da bekanntlich aller guten Dinge Drei sind, präsentieren Orden Ogan als Bonus noch eine ergreifende Ballade, die für Knisterstimmung sorgt. „The Yearning Remains“ ist ein sehr altes Lied aus dem Repertoire der Band und bisher nie veröffentlicht. Da sitzt jeder Ton und jeder Akkord und beweist, dass sie es nicht zum ersten Mal spielen. Das macht natürlich Lust auf mehr und lässt hoffen, dass die kommende CD mit solchen Schmuckstücken vollgepackt ist.

 

Doch das soll es noch nicht gewesen sein. Zwei Live-Aufnahmen vom WinterNachtsTraum Festival 2006 verbergen sich als Bonustracks auf der Scheibe. Leider leider leider machen genau diese zwei Stücke die zuvor aufgewühlte Atmosphäre kaputt. Mag ja sein, dass eine matschige Fliege an der Autoscheibe auf Konzerten Kult ist, und auch, dass die Version oft gefordert wurde. Aber auf einer so viel versprechenden Single wirkt „Splattered“ deplaziert, und da ist es egal, ob die Fliege in wenigen Sekunden oder einer halben Minute gegen die Scheibe klatscht.

 

Zwar beschreiben Orden Ogan ihren Musik-Stil als Mischung zwischen Fantasy Metal und Mittelalterlicher Musik, doch ist von traditionellen Einflüssen keine Spur zu hören. Instrumental sind die Stücke sehr beeindruckend und gehen dank ihrer Abwechslungsreichen Melodien und dem wuchtigen Gitarrenspiel unter die Haut. Leider verliert dadurch manchmal der Gesang an Stärke und an der einen oder anderen Stelle ist er etwas schwach auf der Brust, doch wird diese fehlende Kraft besonders bei den Refrains wieder wettgemacht.

 

Wie bereits erwähnt, bleibt zu hoffen, dass „Wind Of Vale“ nur ein kleiner Vorgeschmack dessen ist, was uns Orden Ogan noch um die Ohren hauen werden. Wer es nicht bis zur Veröffentlichung ihres neuen Albums „Vale“  abwarten kann, hat die Möglichkeit, für läppische 5,- Euro die Single unter www.ordenogan.de zu erwerben.