Review von:
Sascha

online seit:
05.11.2005

 

Moondust Demo (2003)
Eigenproduktion

Dies ist nun mein erstes Review welches ich für Deymoth.net schreibe und ich habe die Ehre über die Gothic Rock/Metal Band Moondust zu schreiben. Besser gesagt über deren erstes Demo. Oha, das soll ein Demo sein? Die meisten Demos die ich kenne sind auf CD-R und haben ein zusammenkopiertes Cover. Hier haben Moondust wohl etwas tiefer in die Tasche gegriffen. Booklet, Cover, CD und alles was dazugehört ist professionell gedruckt und gepresst. Sehr schön gemacht. Naja, dass sie erfreulicherweise keine halben Sachen machen  erkennt man bereits an der Homepage (www.moondustpage.de)

Kommen wir zum wirklich wichtigen Teil. Das Intro fängt bereits recht episch an, gefällt mir recht gut. Die Damen und Herren können mit ihren Instrumenten umgehen. Über Sängerin Eva Skamira kann man nur staunen, ich glaube sie trifft wirklich absolut jeden Ton. Das die gesamte Band noch recht jung ist, kann man nur anhand von Eva`s Stimme erahnen. Das gibt zumindest bei mir einen dicken Pluspunkt. Spätestens beim ersten Ton des Intros wird klar, dass hier wohl ein professionelles Tonstudio am Start war.

Der zweite Song „Sonata Luna“ offenbart nun Eva`s Stimmsicherheit. Es geht hier etwas metalischer und eingängiger zu Werke. Besonders gut gefallen mir hier die Keys, ob Christoph sich wohl beim Zwischenpart die Finger gebrochen hat? Mir wäre das jedenfalls passiert. Der Song „Our Fantasies“ fängt schon irgendwie geil an. Bei den Strophen kann gemosht werden und der Refrain ist sehr melodisch. Um ehrlich zu sein war ich erst skeptisch und fragte mich ob Denny nur eine geschmackvoll gewählte Deko für die Promofotos war. Aber wie das halt so ist lernt man immer mehr dazu und ich möchte mich in aller Form entschuldigen. Die hats auf ihren Bass schon echt gut drauf. Von diesem Song bin ich mal schwer begeistert. „Alone In Endless Dreams“ ist ein sehr ruhiges Stück, welches aber einen recht metalischen Höhepunkt bietet. Hm, also das erinnert mich sehr an Nightwish. Die Vergleiche werden sie wohl zu Haufe hören. „Replica“ rockt weiter und ich warte immer noch vergeblich, dass ein öder Song dazwischen ist. Also der Song „Just For Tonight“ erinnert mich für meinen Geschmack etwas zu stark an aktuelle Nightwish. Nicht, dass mir etwa „klau“ aufgefallen wäre aber die Struktur könnte auch von Nightwish stammen. Kann man hier durchaus als Kompliment sehen.

Fazit: Nein, Moondust machen wirklich keine halben Sachen! Parallelen zu Nightwish kann man nicht weglügen und sicher wurde das Rad nicht neu erfunden aber: Eva kann super singen, Martin versteht es ebenfalls die Axt zu schwingen, Christoph ist wirklich ein super Keyboarder, Denny fügt ihren Bass teils geschmeidig und teils druckvoll mit ein und Dominik legt ein headbangendes Drumfeeling hin. Daraus resultiert, dass „Our Fantasies“ direkt in meine persönliche Top Ten wandert und ich dieses Scheibe uneingeschränkt empfehlen kann.