For my pain...-Reviews:
Killing Romance (03/06)
Fallen (11/05)


 

Tracklist:
1. My Wound Is Deeper  Than Yours
2. Dancer In The Dark
3. Queen Misery
4. Sea Of Emotions
5. Rapture Of Lust
6. Broken Days
7. Dear Carniwhore
8. Bed Of Dead Leaves
9. Autumn Harmony
10. Tomorrow Is A Closed Gate (Dead For So Long)

Review von:
Silvia

online seit:
10.11.2005

 

For my pain... - Fallen

Auch wenn der Name “For my pain...” einem auf den ersten Blick vielleicht noch völlig unbekannt vorkommt, wird man spätestens nach einem Besuch der Band-Homepage feststellen, dass sich da ein paar nicht gerade unbekannte finnische Musiker zusammengetan haben um sich mal ausserhalb ihrer eigentlichen Bands musikalisch zu entfalten.
So sind Juha Kylmänen (Reflexion), Tuomas Holopainen (Nightwish), Lauri Tuohimaa (Charon,..), Altti Veteläinen (Eternal Tears of Sorrow,..), Olli-Pekka Törrö (ex-Eternal Tears of Sorrow) und Petri Sankala (Eternal Tears of Sorrow) mit ihren anderen Bands international erfolgreich. Die Ansprüche sind also hoch, denn was soll man bei einer solchen Besetzung schon anderes erwarten als das Beste? ;-)
Ja, ich geb auch zu dass ich durch Nightwish auf For my pain… gekommen bin, aber da der Herr Holopainen hier beim Songwriting seine Finger nicht mit im Spiel hat und eher im Hintergrund aktiv ist rührt meine Begeisterung wohl nicht daher ;-)
Trotzdem haben For my pain… mich vollkommen überzeugen können. Die tiefe, sinnliche Stimme von Juha Kylmänen, gelegentlich gepaart mit der Gast-Stimme von Miriam Renvåg und der hohe Ohrwurmfaktor zeichnen die Musik der Finnen aus.
Man hat ein bisschen das Gefühl, dass die Texte ein Auszug aus einem Beziehungs-Tagebuch des Songwriters sind: ein ständiges auf und ab von Gefühlen; zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit, Nähe und Distanz, Liebe und Hass, Gefangenschaft und Freiheit.
Trotz der sehr melodiösen Musik gelingt es den Finnen immer wieder eine düstere und traurige Stimmung herbeizuzaubern.
Eigentlich ist hier für jede Stimmungslage etwas dabei, und so fällt es mir auch ziemlich schwer einen einzigen klaren Favoriten zu benennen. Besonders faszinierend finde ich aber „My Wound Is Deeper Than Yours“ und „Dear Carniwhore“. Zeitweise könnte man sich wirklich glatt fühlen wie die “black princess in the garden of grief” und man fragt sich was für schreckliche Frauen der Songwriter bloß kennen muss um in der Lage zu sein solche Gefühle ausdrücken zu können. Und: Welche Frau kann einen so harten Kern haben und ihr Herz von diesen Songs nicht erweichen lassen?
Alles in allem ist “Fallen” auf jeden Fall zu empfehlen und ich warte dringlichst auf neues Material 
Zuletzt bleibt eigentlich nur noch eine Frage offen: „Do angels fly higher in the dark?“