Tracklist:
Believe In God
Father
Thoughts Like Poison
Icarus
It’s Time
What To Think
Come Home!
4...1...
Bonustrack: Icarus (akustische Version)

Review von:
Silvia

online seit:
05.04.2006

 

Exotherm – project 47

Mit einer Heavy/Power/Thrash-Mischung kündigten sich Exotherm an…also harrte ich mal geduldig der Dinge die da kommen sollten…bzw. des Debut-Albums „project 47“ der fünf jungen Herren aus Lindlar. Als ich es dann in den Händen hielt war ich erstmal beeindruckt ob der edlen Aufmachung des Digipacs mit 12seitigem Booklet, welches alle Lyrics beinhaltet.

Einen atmosphärischen Einstieg bietet „Believe In God“…zumindest scheint es die erste Minute so…bis die Gitarren und das Schlagzeug einsetzen und für ein bisschen düstere Stimmung und Geschwindigkeit sorgen. Die abwechslungsreichen Rhythmen animieren direkt zum Headbangen. So schnell wie das Lied daherkommt vergehen auch die glatten fünf Minuten…wahnsinn…kommt einem vor wie zwei, beim ersten mal anhören war ich ganz schön überfahren…;-)
Wer bei „Father“ nun vielleicht einen Lobgesang auf die Väter dieser Welt erwartet irrt sich gewaltig. Vielmehr geht es in diesem kraftvollen und energiegeladenem Song um Missbrauch und die damit verbundenen Gefühle von Hass und Rache.
Besonders gut gefällt mir hier die starke und ausdrucksvolle Stimme von Sänger Georg Laudenberg, der abwechslungsreich mal fast flüstert, seine emotionale Stimme mal kühl, mal wütend klingen lässt.
Auch „Thoughts Like Poison“ ist wohl durch die Gitarren ein sehr kraftvoll geladener und abwechlungsreicher Song, der mich irgendwie sehr an Rage zu XIII-Zeiten erinnert.
Der Nachfolger „Icarus“ erzählt – wie der Name vermuten lässt - die aus der griechischen Mythologie stammende Geschichte des jungen Ikaros, der beim Versuch aus der Gefangenschaft zu entkommen mit seinen selbstgebauten Flügeln zu nah an die Sonne geriet und daraufhin durch das Schmelzen des Wachses der die Flügel zusammenhielt ins Meer stürzte und ertrank. …Ein echt schöner Song und perfekt zum mitsingen ;-).  
Aus dem ruhigen Anfang von „What To Think“, der zuerst eine Ballade erahnen lässt entwickelt sich ein rockiger und energiereicher Song, der sich textlich zwischen Enttäuschung und Unsicherheit zu bewegen scheint.
Zum Schluss wird’s mit „4…1…“ nochmal richtig schnell und man fühlt sich am Ende dieser CD angekommen wie am Anfang: überfahren, aber glücklich und zufrieden ;-)
Für alle die nun noch geduldig ein paar Minuten Ruhe abwarten können gibt es zum runterkommen und beruhigen als Bonustrack noch eine schöne akustische Version von „Icarus“.

Exotherm liefern mit ihrem „project 47“ also tatsächlich ein sowohl musikalisch als auch textlich bunt gemischtes, abwechslungsreiches und durchaus gelungenes Werk ab, das Versprechen einer Heavy/Power/Thrash-Mischung wurde gehalten und kann wirklich überzeugen.
Besonders gut gefällt mir der sehr abwechslungsreiche und charismatische Gesang, der – egal ob mal ruhigere, rauhe oder schnellere, energiegeladene Parts – zu jeder Zeit absolut authentisch wirkt. Die Songs gehen direkt ins Ohr und verweilen dort dann auch erstmal.
Wer sich also entscheidet die fairen 9,99 € zu investieren bekommt dafür einiges geboten, das steht fest.
Wenn euer Interesse nun geweckt wurde, solltet ihr auch die Homepage von Exotherm besuchen:
www.exotherm.net. Hier gibt es Samples und nen Haufen Infos über die Band.