Tracklist:
1. Colder
2. Deep Water
3. Bullet
4. Rain
5. Air
6. She hates
7. Ride on Tears
8. Gray
9. Rust
10. House of the Silent

Review von:
Silvia

online seit:
23.04.2006

 

Charon – Songs For The Sinners

Als Fan finnischer Musik konnte ich mir dieses Werk der Hauptband von Lauri Tuohimaa, seines Zeichens Gitarrist unserer Portalband „For my pain…“, natürlich nicht entgehen lassen.
Schon der Opener „Colder“ zieht einen direkt in seinen Bann und fesselt, auf dass man die Platte einfach nicht mehr unterbrechen kann und die Finger für die nächsten 45 Minuten von der Fernbedienung seiner Anlage lässt. Jenny Heinonen, die Charon hier wie auch bei einigen anderen Stücken auf „Songs For The Sinners“ ihre Stimme leiht, setzt selbige sehr schön und passend zu der Stimme von Sänger J-P Lepppäluoto ein. Entgegengesetzt des Liedtitels wird man bei diesem ersten Stück der CD jedoch eher gerade mal warm und freut sich auf das was noch kommen mag.
„Deep Water“ legt ein bisschen an Geschwindigkeit zu und Sänger J-P zeigt den Abwechlsungsreichtum seiner Stimme. Ein sehr schöner und rockiger Song und bereits hier kann ich schon sagen dass das mein absoluter Favorit von „Songs For The Sinners“ ist.
Bei „Bullet“ könnte man angesichts des eingesetzten Cellos zu Beginn zu der Vermutung kommen, dass Charon sich hier mit den Landsmännern von Apocalyptica zusammengetan haben. Ein Blick ins Booklet verrät jedoch, dass Cellist Marko Manninen den Finnen hier seine Fähigkeiten zur Verfügung stellte. Scheint als gäbe es noch mehr finnische Männer mit einer Schwäche für Streichinstrumente. Mir soll’s Recht sein, ich find’s klasse und sehr passend ;-)
Mit den zwei folgenden Songs „Rain“ und „Air“ scheint es, als wol
lten Charon Lobgesänge an die Elemente loswerden. Hier, wie auch in allen anderen Stücken der CD beweisen sie, dass sie es verdammt gut drauf haben mitreißende Refrains zu schreiben die direkt ins Ohr gehen. „Air“ ist übrigens so ziemlich das ruhigste Stück auf „Songs For The Sinners“ und vermutlich nichts für Menschen die allzu nah am Wasser gebaut sind ;-)
Beim Nachfolger „She Hates“ fehlt mir irgendwie noch die richtige Kraft um dem Liedtitel gerecht zu werden. Vielleicht liegts aber auch einfach an der ansonsten jedoch sehr passend sinnlichen Stimme von Sänger J-P, der hier vielleicht einfach nicht so aus sich rausgehen konnte.
„Ride On Tears“ bezeichne ich jetzt einfach mal als einen absoluten Gassenhauer, haha. Ziemlich rockig, einiges schneller als der Rest und wie üblich macht besonders der Refrain ganz schön Spaß. Sicherlich super Autofahrmusik für den Sommer ;-).
Mit „House Of The Silent“ wird’s zum Schluss nochmal ruhiger und Sänger J-P trällert von Jenny Heinonens Gesang untermalt leidenschaftlich einen schönen Song, der sich nach einem ruhigen Anfang zu einem recht rockigen Song entwickelt und „Songs For The Sinners“ gelungen ausklingen lässt.
Besonders empfehlenswert und stimmungssteigernd sind meiner Meinung nach wie gesagt auf jeden Fall „Colder“, „Deep Water“ und „Ride on Tears“.
Also, liebe Sünder die ihr Gothic Rock mögt…hört mal rein, könnte euch gefallen!