Review von:
Michael

online seit:
14.04.2006

 

Ataraxie - Slow Transcending Agony

Weird Truth Productions

Die Franzosen Ataraxie gehören schon seit längerem nicht mehr zu den gänzlich unbekannten Acts innerhalb der Doom- Death Szene. So kann die Band zahlreiche Auftritte mit international bekannteren Bands wie Mourning Beloveth, Morgion oder Desire vorweisen. Und auch ich konnte mir im Jahr 2003 im Rahmen des Dutch Doom Day in Rotterdam ein Bild von den Livequalitäten dieser Herren machen. Die Band selbst bezeichnet ihren Stil als " extreme Doom- Death Metal ", was man auch durchaus so stehen lassen kann. Bereits beim eröffnenden Instrumental " Step into the gloom ", welches nahtlos in den zweiten, sehr düsteren Track " Funeral Hymn " übergeht wird klargemacht welche Marschrichtung hier eingeschlagen wird. Aufgelockert wird das ganze durch gelegentliche Ausflüge in schnellere oder auch akustische Bereiche. Den Höhepunkt des Albums bildet das über 11 minütige " L'ataraxie ".

Eine Hymne an Schmerz, Trauer , Verlust und Tod, welche im Mittelteil, bedingt durch den verzweifelt vorgetragenen Gesang etwas an die Holländer Deinonychus erinnert. Beim Anschließenden Titetrack und dem Abschließenden " Another day of despondency " zieht die Band dann noch mal alle Register ihres Könnens. All diejenigen die auf Bands wie Evoken, Deinonychus oder die Frühwerke von My Dying Bride stehen sollten hier auf jeden fall mal ein Ohr riskieren. Daumen hoch!