Tracklist:
1. Illuminate the darkness

2. My own secret

3. Moondcurse

4. Dawn of winter

5. The Necromancer

6. Prophecies of Nostradamus

Review von:
Silvia

online seit:
22.10.2006

 

7 Seals – Mooncurse (2006)

 

Bisher kannte ich die Power Metaller von 7 Seals eigentlich nur von ihren Konzerten in Paderborn. Umso größer war also die Freude, als ich ihre CD „Mooncurse“ aus dem Briefkasten zog und nun die Gelegenheit habe, die fünf Herren und eine Dame mal von einer anderen Seite kennenzulernen.

Bereits im Oktober 2005 wurde „Mooncurse“ - damals jedoch noch mit Sängerin Hilke am Mikro - aufgenommen. Als im Frühjahr 2006 Hilke die Band verließ und für sie Anne einstieg, entschloss man sich, das Material abermals mit neuer Sängerin auf CD zu bannen.

 

Das mal bombastische und mal mit seichten Flötentönen gezierte Intro „Illuminate the darkness“ gefällt schon mal sehr gut und leitet über zu dem kraftvollen und abwechslungsreichen „My own secret“, dessen Refrain wirklich einen hohen Ohrwurmfaktor hat.

„Mooncurse“ dürfte wohl jedem 7 Seals-Konzertgänger bekannt sein; so stellt dieser Song aufgrund seiner Eingängigkeit und der stets aufkommenden guten Laune im Publikum bei den Auftritten der Band doch immer wieder ein Highlight dar und vermag bereits nach dem ersten Hören im Ohr zu bleiben.

Mit „Dawn of winter“ wird es jetzt richtig ruhig und besinnlich. Akustische Gitarren und der hier wirklich sehr schöne Gesang von Anne und Markus zu Beginn wissen den Hörer zu verzaubern und in ihren Bann zu ziehen. Definitiv mein Favorit!!

Aus den verträumten Gedanken an den bevorstehenden Winter wird man anschließend mit „The Necromancer“ gerissen. Vorbei ist es mit Ruhe und Besinnlichkeit. Ein dramatischer Song, in dem Sängerin Anne ihre gesangliche Stärke in den höheren Bereichen zeigt. Zwar ist dieser Song weniger eingängig als die vorherigen, sorgt dafür aber für reichlich Abwechslung.

Der letzte Song „Prophecies of Nostradamus“ schlägt noch mal ganz neue Kapitel im Buch der 7 Seals auf. Ein wirklich kraftvoller Beginn mit aggressivem Gesang von Sänger Markus und sirenenartigem Gesang von Anne, der manchmal tatsächlich an „The Siren“ von Nightwish erinnert (unglaublich, dass ich wirklich mal so einen Vergleich aufstelle!!), runden „Mooncurse“ gelungen ab.

 

Allgemein kann ich sagen, dass mir „Mooncurse“ gut gefällt. Die Stimmen von Markus und Anne harmonisieren gut miteinander und fügen sich gelungen in die Musik ein. Auch songschreiberisches Potential ist definitiv vorhanden. An einigen Stellen würde ich mir zwar einen etwas klareren Sound wünschen, aber trotzdem kann man die Scheibe als durchaus gelungen bezeichnen. Man hört, dass die Musiker Spaß am Spiel haben…so muss das ja schließlich auch sein!!

Mit ihren 3 Jahren sind die 7 Seals ja noch recht jung und haben natürlich noch die Chance sich weiterzuentwickeln, sodass sicherlich irgendwann auch die letzten kleinen Mängel beseitigt sein werden. Und wenn die Paderborner so weitermachen, könnten sie sicherlich bald weit über die Grenzen Paderborns hinaus bekannt sein. Also unbedingt mal reinhören oder bei einem der Konzerte vorbeischauen!
Für Infos und Hörbeispiele besucht die Homepage der Band: www.7-seals.de