Steel Meets Steel Festival 2005 (07. - 08. Oktober; Spektrum Castrop)
 

So, ich habe mich wieder einigermaßen von den Strapazen erholt, um Euch zu berichten.

Diesmal verschlug es mich ins Spektrum nach Castrop, wo SmS und das Steelmag zum Steel-Meets-Steel Festival geladen haben.

Den Anfang machten in Halle 1 STORMRIDER, die von der ersten Minute an Stimmung machten. Zwar füllte sich die Halle erst ein wenig zögerlich, aber bald flogen die ersten Haare und der Funke war übergesprungen.

Weiter ging es mit THE CLAYMORE, die ebenfalls in altbekannter Manier dem Publikum zeigten, wo es lang geht. Und Sänger Andreas schien einigermassen erleichtert und froh darüber, dass er diesmal nicht Backstage zum Brötchenschmieren abkommandiert war. ;-)

Kurz vor Ende des Claymore-Gigs verschlug es mich dann hinauf in Halle 2, wo die Niederländer VORTEX einheizen sollten. Die Jungs sind wirklich gut drauf und routiniert - was daran liegen mag, dass sie schon 26 Jahre dabei sind, wie mir Gitarrist Martjo verriet, selig darüber, dass sich sein geliebter Jack D. doch noch angefunden hatte. Nachdem Masken angelegt und Makeup aufgetragen waren, wurde die Bühne geentert. Zu fortgeschrittener Stunde war es bereits ziemlich voll und die Stimmung kochte - in dieser Hinsicht war dieses Konzert für mich der erste Höhepunkt. Auch musikalisch hatten Vortex einiges zu bieten, nämlich erstklassigen Heavy Metal der alten Schule.

Danach war der Schreiberling jedoch gezwungen, für diesen Tag die Segel zu streichen, da er dank einiger Biere schon ein wenig angeschlagen war.

Erfrischt und voller Tatendrang folgte der zweite Tag der Festivität. Dieser sollte eindeutig im Zeichen der härteren Klänge stehen, wie ein Blick in die Running Order zeigte. Den Anfang sollten eigentlich die Thrasher von CONTRADICTION machen, die jedoch aus Krankheitsgründen sehr kurzfristig ausfielen und ersatzlos gestrichen werden mussten. Schade, ich hätte die Jungs gerne mal live gesehen.

Um 20:00 spielten SEASON OF FLAMES in Halle 2 auf. Hier überlasse ich es dem geneigten Zuhörer, eine Bewertung vorzunehmen, da ich dort selbst auf der Bühne stand.

Hernach betraten SKULLBREAKER die Bühne. Allerdings werde ich vor dem Hintergrund der technischen Schwierigkeiten während des Auftritts keine objektive Bewertung abgeben können und schweige deshalb lieber dazu. "Das kann nicht unser Standard sein", wetterte Schlagwerker Hazim im  Anschluss an das Konzert. 

Was folgte, war die Performance von DARK SEDUCTION. Ich muss sagen, "Hut ab". Vor einigen Monaten habe ich die Herren bereits schon einmal live erlebt und - Dark Seduction klingen "erwachsener" und lieferten das volle Brett von der Bühne aus. Die Halle war voll und die Haare flogen, dass es eine Freude war, was den Frontmann zu einem kleinen Ausflug über die Köpfe der Anwesenden inspirierte.

Den Abschluss machten die Recken von SYMBIONTIC, die sympathischen Death Metaller um Schreihals Volker Binias. Es wurde viel geflachst im Vorfeld des Auftritts und die Laune Backstage war ausgezeichnet. Auf der Bühne jedoch vollzog sich eine wundersame Wandlung: die so zum Scherzen aufgelegten Bleiwerfer mutierten zu einer Einheit, die kompromisslos und präzise wie ein Uhrwerk spielt und der versammelten Zuhörerschaft ein Set um die Ohren schlug, das einen nur sprachlos machen konnte. Ein Death Metal - Gewitter, das seinesgleichen suchte, donnerte los und strapazierte die Nackenmuskeln in den ersten Reihen aufs äußerste. Immer voll auf die zwölf - so ist es recht, meine Herren.

Abschließend möchte ich noch den Organisatoren und Technikern des Festivals danken, die (bis auf Gaffa-Tape *g* ) alles parat hatten und das gute und reichhaltige Catering gestellt haben. Ich würde mich freuen, wenn man mal wieder was zusammen machen könnte.

Dank ergeht auch an alle Gäste, die mitgefeiert haben.

 

03.11.2005 von Tim

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