Neckbreakers Ball Tour 2006
mit

 
Hypocrisy
Amorphis
Soilwork

One Man Army

Scar Symmetry

 24.04.2006, Eventcenter B51, Georgsmarienhütte (Osnabrück)

 

Es ist mal wieder einer dieser Montage: Das Wochenende hat seine Spuren hinterlassen und man ist genervt vom ersten Tag der Woche. Doch was solls, ab ins Auto und auf nach Osnabrück. Wenigstens begleitet uns die Sonne auf der Fahrt, denn Sonne macht ja bekanntlich albern ;-)

Angekommen am Eventcenter an der B51 und hinein ins Vergnügen. Leider etwas zu spät aber doch pünktlich für die Finnen von Amorphis. Mit neuem Sänger und neuer CD “eclipse” ist einiges zu erwarten. Doch die Meinungen über “ Tomi Joutsen” am Mirko spalten sich auf in ein “Seit der Neue dabei ist gefallen sie mir nicht mehr!” und ein positiv gestimmtes “Wahnsinn was der für eine Stimme hat. Genau das, was Amorphis gebraucht hat!”. Letzteres ist auch meine Meinung.
Ein wenig Enttäuscht war ich von der doch recht zarten Fanbesetzung. Ich hab mir sagen lassen, dass die Halle im Normalfall komplett geöffnet ist und selbst dann noch zu wenig Platz ist. Doch das um die Hälfte verkleinerte Eventcenter machte immer noch den Eindruck, relativ leer zu sein. Bewegen wir uns auf eine Energiekrise zu?

 

Als dann der letzte Lichtschimmer durch die Dachfenster leuchtet und sich die Bühne mit Leben füllt, rückt die Gemeinde vor der Bühne zusammen und es wird gemütlich. Riesige Nebelwolken hüllen sich um die Scheinwerfen und die Jungs von Amorphis betreten die Bühne.

Unter großem Applaus feierten die Fans Song für Song mit den Finnen. Die Mischung zwischen chilligeren Songs wie zB. “Divinity” vom Album “Tuonela” und älteren Songs wie “The Castaway ” vom Album “Tales From A Thousand Lakes” machte sich sehr gut. Die neuen Songs gingen gut ab und der Wechsel zwischen grunz-doomigen und cleanen Vocals wurde bestens gemeistert. Egal ob Fan der älteren oder neueren Scheiben: Es sollte für jeden was dabei gewesen sein.

Der Applaus verhallte im Eventcenter und man musste sich damit abfinden, dass Amophis ihren Teil zum Neckbreakers Ball zu Ende gebracht haben und zwar mit vollem Erfolg.

Nach kurzer Umbaupause und einem Besuch beim Klamottenmann konnte man sich auf Soilwork freuen. Ich selber war nicht soooo sehr in der Stimmung dafür. Wie es halt so ist, wenn der Stil zweier aufeinanderfolgender Bands verschieden ist. Mein Ziel war eigentlich Amorphis und vor allem Hypocrisy. Soilwork sollte für mich eine schöne Nebensache werden. Aber Ansichtssache ;-)

Der Raum verdunkelt sich und ein Intro hallt durch den Saal. Erneut steigen Nebelschwaden auf. Das Gehirn schaltet um auf “Party” und ab gehts.

 

Schnell war klar, Soilwork rocken. Song für Song brennt sich ihr Sound in meinen Kopf und die vorerst lustlose Musikaufnahme verändert sich in Gier nach mehr. Leider kenne ich mich mit Soilwork nicht so gut aus, daher kann ich auch schwer was zu den einzelnen Songs sagen. Ohne Frage, den Fans die Show gefallen.

Setlist Soilwork:
Follow, Rejection, One With The Flies, Bastard Chain, Stabbing, Light The Torch, Chainheart, Nerve, The Bringer, Stalemate, Millionflame, As We Speak, Blind Eye Halo

Hypocrisy erobern die Bühne und als erstes knallt “Let the Knife do the Talking” vom aktuellen Longplayer “Virus” in die ersichtlich begeisterten “Hypocrites”. Der Wechsel an den Drums (Horgh von Immortal ist für “Lars Szöke” bei Hypocrisy eingestiegen) sowie der Einstieg von “Andreas Holma” an der zweiten Gitarre hat sich für Hypocrisy voll und ganz gelohnt. Von aktuellen Songs bishin zu Songs aus Demo-Zeiten war alles dabei. Peter Tägtgren war schon ein wenig verwirrt als in die kurze Stille der Wunsch nach einem “Harvester Of Sorrow” verkündet wurde. Kurzes leises Gespräch mit dem Mann in der zweiten Reihe und weiter im Programm.


Bei “Roswell 47” war ein gemeinschaftliches Headbangen Pflicht und brachte den Rest der stillstehenden Zuschauer auch noch in Bewegung. “Scream for me, Osnabrück!” und man wundert sich immer wieder, wie laut Menschen sein können! “Now I will Scream for you!” und das einmalige gekreische von Meister Tägtgren scheppert durch die Gehörgänge. Wer nach diesem Abend nicht von Hypocrisy überzeugt wurde, der wird es wohl nie sein. Denn Sound, Show und Stimmung waren grandios. Wiedermal volle Punktzahl mit Auszeichnung für die Schweden und ich freu mich auf ein erneutes Wiedersehen mit Hypocrisy in kürze.

 

Setlist Hypocrisy:

Let The Knife Do The Talking,
Born Dead - Buried Alive, Killing Art,
4th Dimension,
Osculum Obscenum,
Elastic Inverted Visions, Blood Drenched,
Fire In The Sky,
Impotent God,
Eraser,
Warpath,
Roswell 47,
Final Chapter,
Fractured Millennium

 

26.04.2006 von Andre


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