Proberaum-Party bei God’s Device

Line-Up:
God’s Device
Season Of Flames
Lumen

Ich hab mich mal wieder im Untergrund (im wahrsten Sinne des Wortes) rumgetrieben.

Vor einer Weile luden uns God’s Device zu einer Probenraumparty ein, bei der wir “völlig ungezwungen” ein paar Stücke spielen sollten. Nun denn, wir ham natürlich spass an so was, also zugesagt. Gleichzeitig sollte das die Taufe für unseren neuen Sänger werden, ehe wir uns am 19. auf die größeren Bretter trauen mit ihm. Vorweg ein riesen Dank an God’s Device, Ihr habt das toll organisiert und vorbereitet! Nur an Mineralwasser für die Autofahrer denkt natürlich niemand!
God’s Device hatte ich vor etwa 1 Jahr mal auf einem Gig getroffen und war schon damals sehr begeistert. Rock, ein bisschen Metal, Stefan Schmauch’s sehr raue, sehr treibende Stimme. In der Zwischenzeit hat sich viel getan, Bassisten kamen und gingen, ein neuer Schlagzeuger ist dabei und nun haben sie sich also endlich getraut, auch ohne Bass, mal wieder öffentlich was zu machen. Jungs, das hättet Ihr sicher auch früher schon tun sollen! Sehr überzeugend. Ich freu mich sehr auf den Gig mit Euch am nächsten Freitag.

Zu Season Of Flames mag ich nix sagen, da hab ich schließlich nicht im Publikum gestanden. Uns hats Spaß gemacht und für Tim war es sicherlich eine gute Übung.

Aber dann kam die Überraschung des Abends. Lumen gibt es in dieser Besetzung wohl noch nicht allzu lang, von daher war die Kostprobe ihrer ziemlich verrückten Musik relativ kurz, leider. Kraut-Rock, Progressive, von allem etwas, man fühlte sich stark an Amon Düül, Can, Ramon Bunka erinnert. Sänger und Gitarrist (die anderen nannten ihn „Jesus“, ich habe keine Ahnung, wie er heisst) ist sehr sicher und virtuos, manchmal wirkt er ziemlich verträumt und breit, eben psychodelic.

Das ganze sehr solide unterstützt von Knuffi am Schlagzeug, den ich von Depended und als ehemaligen Drummer von God’s Device kenne und Michael am Bass, der mit leichter Hand, oft leicht jazzig ein treibendes, die vertrackten Rhythmus-Wechsel souverän unterstützendes Fundament legt. Der Rhythmus-Gitarrist, mit dem ich nachher auch noch ein wenig geredet habe, den ich aber blöderweise nicht nach seinem Namen gefragt habe, hat das ganze mit ungewöhnlichen Klängen verbreitert. Leider gibt’s von Lumen noch überhaupt nix, keine Webseite, keine Info, nix. Die Jungs haben aber versprochen, mir was zu schicken, also warten wir ab. Sehr sehr gutes Konzert!
Was wieder mal beweist: Manche Perle verschwindet im Bauch des alten Containerbahnhofs in Bochum-Langendreer.

In diesem Sinne: Rock On!

  

05.11.2005 von Jochen

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