Interview mit DoNotDream


Hallo erstmal und viele Grüße aus dem MidnightHeart Hauptquartier! Ich bin der Sascha und ihr seid?

LARS: Hallo Sascha, ich bin Lars von DoNotDream Gesang und Growls und was alles sonst noch so anfällt ;-)

TINA: Hallo Sascha, wir sind DoNotDream aus Oldenburg bzw. ich speziell bin Tina.


Dem Internet sei dank, konnte ich ja ein wenig über euch in Erfahrung bringen. Was ich dort allerdings vermisse ist: „Wie hat sich die Band zusammengefunden?“ Erzählt etwas darüber!

CHRISTIAN: Am Anfang machten ein paar von uns zusammen Musik. Es gab die erste Idee eine Band zu gründen. Wir haben verschiedene Besetzungen ausprobiert und 2001 fanden wir die erste funktionierende. Hier begann es mit DoNotDream richtig und dort wurde der Grundstein für die jetzige Band gelegt.

TINA: Ich persönlich bin Anfang 2001 über eine Anzeige in einem örtlichen Veranstaltungskalender/ -magazin zur Band gestoßen. Meine alte Band hatte sich kurz zuvor getrennt und DND suchten eine neue Sängerin: das passte gut!


Wie seid ihr auf euren Bandnamen gekommen? „Do not Dream“ ist ja quasi eine Aufforderung nicht zu träumen. Ich habe mir alle eure MP3`s von eurer Seite gesaugt und es ja fast unmöglich dabei nicht zu träumen oder?

TINA: Da kann ich immer nur sagen: don’t dream it, be it!!! Träumen ist schön und wichtig! Aber, Leben ist wichtiger!

LARS: Für mich bedeutet der Name im Kontext zur Musik einen Widerspruch. Das finde ich aber auch gut denn es regt zum nachdenken an, was heutzutage leider viel zu wenig gemacht wird.


Wo wir gerade beim Träumen sind, welcher Traum hat euch bei dem Song „Ekstase“ geritten? Er muss gut gewesen sein! *ggg*

CHRISTIAN: Manche Träume behält man für sich oder? Ursprünglich hieß das Stück „Schizophrenie“ mit einem Text unseres ehemaligen Bassisten. Im Zuge einiger Veränderungen unserer Musik Anfang 2004 wurde auch dieser Song etwas verändert. Wir beschlossen gemeinsam das Thema des Songs und danach schrieb ich den Text.

LARS: Viel wichtiger ist doch, zu was für Träumen er anregt ;-)


Mit eurem Album „Herbststurm“ wart ihr sicher im Studio oder? Welches war es denn und wie war es dort?

CHRISTIAN: Das Album haben wir selber aufgenommen. Nach einigen eher enttäuschenden Erfahrungen mir ein paar Studios hier in der Gegend entschlossen wir, das Album selber aufzunehmen. Gemastered wurde es anschließend bei House of Audio.


Ich stelle mir gerade vor, wie es Tina bei den Aufnahmen zum Song „Ekstase“ ergangen sein muss. Habt ihr viel gelacht im Studio oder geht ihr eher sehr ernst und professionell an die Aufnahmen?

TINA: Zugegeben, die Situation während der Aufnahmen zu Ekstase war schon sehr erheiternd, irgendwie aber auch etwas peinlich, weil alle zugehört haben, während ich „gesungen“ habe. Aber, mit dem Ergebnis bin ich nach wie vor zufrieden.

LARS: Eine Mischung aus beidem. Ich denke Disziplin ist gleichbedeutend mit dem Spaß an der Sache. Beides bedingt sich.

CHRISTIAN: Ich finde, der richtige Mix macht es. Beim Aufnehmen muss auch gelacht werden und auch Zeit für Scherze sein. Trotzdem muss man sich das nötige Maß an Ernsthaftigkeit bewahren und wissen, wann genug mit den „Albernheiten“ ist. Dann läuft es einfach am Besten.


Wie entstehen eure Songs eigentlich?

CHRISTIAN: Die meisten Sachen habe ich geschrieben. Ich produziere die Songs dann zuhause vor und spiele diese Vorproduktionen den anderen vor. Wenn die Idee gefällt, wird sie dann umgesetzt und verfeinert.
Im Ursprung schreibe ich die meisten Songs von der Akustik-Gitarre aus, seltener greif ich zuerst aufs Keyboard zurück.

LARS: Christian liefert meistens ein Grundgerüst oder einen fertigen Song. Inzwischen bauen die anderen darauf mit auf. Also steckt durchaus von jedem mehr oder weniger in einem DnD Song.

TINA: Ein Grossteil der alten Songs stammt zunächst aus der Feder von Christian. Wir versuchen in letzter Zeit aber vermehrt, auch die anderen Bandmitglieder von vorn herein aktiver ins Songwriting einzubeziehen.


Tina, hattest du eigentlich eine Gesangsausbildung?

TINA: Nein, eigentlich nicht. Leider. Mit 11 habe ich meine Liebe zum Singen entdeckt und seither immer wieder in den verschiedensten Chören gesungen und daraus viel für mich mitgenommen. Ein ¾ Jahr lang habe ich zudem auch mal eine Art Stimmtraining absolviert. Mit 18 hatte ich dann meine erste Band (siehe oben), doch schon nach kurzer Zeit bin ich dann bei DND gelandet.

 
Und ihr anderen habt eure Instrumente per Unterricht erlernt oder autodidaktisch?

CHRISTIAN: Ich habe zwei Jahre Gitarrenunterricht gehabt, danach habe ich ohne Lehrer weitergemacht. Ein paar Wochen hatte ich auch Keyboardunterricht. Dort habe ich nicht viel gelernt, habe mich dann später alleine mit dem Instrument beschäftigt.

LARS: Ich bin der klassische „Unter der Dusche“ Sänger ;-)

ANDRÉ: Ich für meinen Teil habe mir das Spielen der Drums selbst beigebracht. Es fing bei mir damit an, dass ich die Songs, die mir gefielen via Discman hörte und sie parallel nach- bzw. mitspielte. Durch immer wechselnde Songs konnte ich mir auf diese Weise immer neue Techniken und Spielweisen aneignen.


Wie ich auf eurer HP sehen konnte, hattet/habt ihr einen Gastmusiker an der Violine. Könntet ihr euch vorstellen dauerhaft eine Violine dabei zu haben?

ANDRÉ: Soweit möglich ist unsere Violine bei jedem LIVE-Auftritt dabei. Doch falls es zeitlich nicht machbar ist, ist es natürlich gut, auch auf Songs ohne Violine zurückgreifen zu können.


Kommen wir mal zum Thema „Live“ Ihr habt schon einige Male mit bekannten Bands live gespielt. Welche der Bands ist euch in besonders guter Erinnerung geblieben?

LARS: Ich fand Elis (ehemals Erben der Schöpfung) sehr sympathisch und offen. Mit Admirabilis aus Münster verbindet uns inzwischen eine intensive Bandfreundschaft.

TINA: Wir haben mehrfach die Erfahrung gemacht, dass viele der „professionellen“ Bands hinter der Bühne oft sehr viel umgänglicher sind, als so manch „kleinere“. ELIS, mit denen wir zusammen in Leer gespielt haben, wären an dieser Stelle z.B. zu nennen und auch ROSENFELS sind wirklich 4 liebe nette Menschen.

ANDRÉ: Mir persönlich sind Admirabilis sehr gut in Erinnerung geblieben. Der Kontakt besteht auch immernoch. Eine sehr sympathische Band, die sowohl musikalisch als auch vor allem menschlich mit uns sehr gut harmoniert.


Welcher Auftritt war denn definitiv der geilste? Und welcher der Größte?

LARS: Ich kann es nur immer wieder sagen: „Qualität ist in diesem Falle ebenfalls wichtiger als Quantität“ Die Stimmung und Atmosphäre bei kleineren Gigs kann bedeutend intensiver sein als bei großen. Ich möchte beides nicht missen. Die genialste Stimmung war aber meiner Meinung nach bei dem Gig Anfang 06 in Emden zusammen mit Admirabilis.

ANDRÉ: Der geilste Auftritt war für mich am 27.01.2006 in Emden in der Alten Post. Die Stimmung war einfach grandios und alle, sowohl wir, als auch die Fans hatten sehr viel Spass.
Der größte Auftritt, wenn man nach der reinen Zuschauerzahl geht, dürfte unsere CD-Release-Party zum Herbststurm-Album im November 2004 gewesen sein.

TINA: Tja, uns steht ja nun ein absolutes High – Light noch bevor, womit wir bei Deiner nächsten Frage wären.


Am 08.09.2006 seid ihr auf dem Nebelmoor Festival zu sehen. Es werden auch Bands wie „Edenbridge“, „Haggard“ und „Theatre of Tragedy“ dort mit euch auf der Bühne stehen. Wie bereitet ihr euch auf so einem Event vor?

LARS: Proben....Proben.....und...ja...Proben sollten wir auch noch ;-) Scherz beiseite. Es ist ein grundsätzliches Ziel von uns sich, so wohl musikalisch als auch was die Performance angeht stetig weiterzuentwickeln. Also soviel ändert sich durch die Teilnahme am Nebelmoor nicht. Was uns ohnehin sehr wichtig ist, ist das wir uns auf der Bühne nicht verbiegen. Wir wollen weiterhin wir bleiben und kein Klischee darstellen.

ANDRÉ: Selbstverständlich wird viel und ausgiebig geprobt. Eine perfekte Performance sollte immer das Ziel eines Auftrittes sein; so auch auf dem Nebelmoor.

TINA: Genauer gesagt spielen wir erst am So., den 10.09. Wir werden uns aber definitiv mit intensiven Proben darauf vorbereiten, um eine wirklich gute Show zu liefern und ausgiebigst zu rocken!!! Wir freuen uns total drauf!


Seid ihr eher nervös oder routiniert?

LARS: Eine Mischung aus beidem. Kurz bevor es auf die Bühne geht ist die Nervosität unterschiedlich stark vorhanden. Aber nach den ersten zwei Songs ist alles weg und wenn dann alles vorbei ist, möchte man gleich wieder auf die Bühne ;-)

ANDRÉ: An dieser Stelle kann und muss ich das sagen, was ich immer sage: Wenn es eines Tages einen Auftritt gibt, vor dem ich nicht nervös bin, ist das der Tag, an dem ich mit der Musik aufhöre.

TINA: Nein, ich glaube von Routine kann da wirklich keine Rede sein. Klar, Gig-Tage laufen meist sehr ähnlich ab, gerade als Sänger verbringt man eigentlich oftmals die gesamte Zeit bis zum Sound-Check nur mit Warten. Aber, kurz vorm Auftritt werden dann eigentlich alle kribbelig. Wäre auch komisch, wenn nicht!
 


Von den kurzen Auszügen hat mir (Nein, nicht Ekstase *sabber*) The Maiden am besten gefallen, weil er eine etwas fixere Gangart präsentiert. Wie soll es in Zukunft bei euch aussehen. Wird sich etwas ändern? Neue Scheibe geplant?

LARS: Wir sind im Laufe der Zeit ohne es geplant zu haben immer etwas härter geworden.
Eine Entwicklung die sich besonders Live gezeigt hat. Die Musik wirkt druckvoller. Wir sind damit durchaus zufrieden und diese Entwicklung wird sich auch auf dem neuen Album zeigen an dem wir gerade arbeiten.

ANDRÉ: Ein neues Album wird ganz sicher kommen. Wir werden Ende diesen Monats, also Ende April, mit den Aufnahmen beginnen. Der Erscheinungstermin wird im Herbst diesen Jahres sein.


Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt für meine Fragen. Abschließend habt ihr natürlich ausreichend Raum etwas in eigener Sache.

LARS: Danke fürs Interview. Besonders danken möchte ich allen treuen Fans die so viel für uns tun. Es ist klasse, dass es auch heutzutage noch genügend Leute gibt die ihren musikalischen Geschmack nicht danach ausrichten was am populärsten ist, sondern eben nach ihrem eigenen individuellen Geschmack gehen.
Alle neuen Hörer möchte ich auf unserer Bandpage (www.donotdream.de) und in unserem Forum herzlich willkommen heißen.


12.05.2006 von Sascha